Lernen aus den Fehlern der Anderen


Beispiele für Verstöße gegen das Werberecht:

  1. Man haftet für redaktionelle Berichte, die man selbst unter Umständen gar nicht selbst verfasst hat, wenn sie im Zusammenhang mit einer Werbung stehen.
  2. Eine Studiogröße zu suggerieren, die nicht besteht, z.B. durch die Abbildung des Gebäudes, in dem sich das Studio befindet, obwohl es nur ein Raum ist
  3. Jedes besondere Hervorheben von Spezialistentum, insoweit, dass man anderen Anbietern und Verfahren überlegen ist. Zu meiden sind daher Begriffe wie „einzigartig“, etc.
  4. Bezeichnung als sensationelle Neuheit für ein seit zwei Jahren auf dem Markt befindliches Behandlungsverfahren.
  5. Die Bezeichnung der eigenen Unternehmung als Institut, suggeriert einen wissenschaftlichen Arbeitsansatz in Verbindung mit einer Universität, also Irreführung, ebenso die Bezeichnung Zentrum, auch in einer Wortkombination, weil hier immer überregionale Bedeutung suggeriert wird und die müsste dann wirklich vorhanden sein.
  6. Die Werbung für Mittel oder Maßnahmen zum Abnehmen, die nicht auf die notwendige Ernährungsumstellung und Bewegungstraining hinweisen um das Gewicht erfolgreich und nachhaltig zu reduzieren.
  7. Bestimmte Berufsbezeichnungen und Titel. Gerade im Bereich der Titel, die von Aus- und Fortbildungsinstituten vergeben werden, sind die Kunden sehr gutgläubig, daher sollen hier einige Grundsätze erwähnt werden. Diplome dürfen nur von staatlichen Instituten, Hochschulen und Universitäten vergeben werden. Also, wenn Ihnen ein privates Ausbildungsinstitut ein Zertifikat mit z.B. „Diplom-Massagepraktikerin“ ausstellt und Sie verwenden diesen Titel, ist dies ein Verstoß gegen das Wettbewerbsrecht.
  8. Ebenso alle Titel mit „medizinisch oder ärztlich geprüft“. Hier können Sie, bei Verwendung von solchen Zusätzen von Mitbewerbern und Verbänden kostenpflichtig abgemahnt werden.
  9. Der Titel „Masseur“ darf nur vom staatlich geprüften Masseur und medizinischen Bademeister und von Physiotherapeuten verwendet werden, dies ist im Masseur und Physiotherapeutengesetz (MPhG) von 1994 geregelt und erfordert innerstaatlich eine mindestens dreijährige Ausbildung mit staatlicher Prüfung. Dagegen ist das Wort „Massage“ nicht geschützt.
  10. Rechtlich nicht so eindeutig als zulässig oder unzulässig einzuordnen, ist ein zusammengesetzter Berufstitel wie z.B. Sportmasseur, Wellnessmasseur, Entspannungsmasseur etc.!
  11. Der Titel „Therapeut“ ist auch in den meisten Fällen als irreführend zu bezeichnen, wenn keine qualifizierte medizinische Ausbildung vorliegt.


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